Österreichs unselbstständig Beschäftigte leisteten im Jahr 2024 knapp 169 Millionen Mehr- und Überstunden. Davon wurden über 42 Millionen Stunden – also jede vierte – weder in Zeit noch in Geld abgegolten. Der Wert dieser vorenthaltenen Entlohnung, oft auch als Lohnraub bezeichnet, beläuft sich auf 2,26 Milliarden Euro. Bei der enorm hohen Summe, d...
Die Diskussion rund um eine Kürzung der Sozialstaatsbeiträge (in der allgemeinen wirtschaftspolitischen Debatte bekannt unter dem verharmlosenden Begriff „Lohnnebenkosten“) ist derzeit präsenter denn je. Insbesondere seit dem Bekanntwerden des „Österreich-Plans“ von Bundeskanzler Karl Nehammer erhoffen sich Wirtschaftsverbände gewichtige Gewinnstei...
Im neuen Bundesbudget kommt vor allem eines zu kurz: eine soziale Handschrift. Auf die multiplen Krisen wird zwar neuerlich mit deutlich höheren Ausgaben reagiert, insbesondere Bezieher:innen niedriger Einkommen werden aber nach Auslaufen der Einmalmaßnahmen mit realen Verlusten allein gelassen. Auf mittelfristige Herausforderungen auf dem Arbeits...
Zwischen autochthonen Österreicher:innen und Personen mit Migrationshintergrund gibt es eine große Vermögenslücke. Letztere besitzen im Mittel nur rund 16.000 Euro und damit um ca. 43.000 Euro weniger als autochthone Österreicher:innen. Der Migrant Wealth Gap ist aber für in Österreich Geborene (zweite Generation) deutlich niedriger als für im Aus...
Nachdem die Zahl der Arbeitslosen zwischenzeitlich auf den höchsten Wert seit der Großen Depression gestiegen war, erleiden zurzeit immer noch knapp 423.000 Arbeitslose und SchulungsteilnehmerInnen Einkommensverluste von bis zu 45 Prozent ihres Nettoeinkommens. Geld, das für den dringend benötigten Konsum fehlt: den betroffenen Menschen und um die...