Trotz erster teils positiver Botschaften zum Beitrag der Einnahmenseite zur Budgetkonsolidierung im kommenden Doppelbudget 2027/28 bleibt hier weiterer Spielraum offen: Ein Bündel aus einer Erbschaftsteuer, einer hohen Bankenabgabe, der Erhöhung von Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer, ein früherer Spitzensteuersatz bei hohen Einkommen sowie eine...
Das Doppelbudget 2025/26 steht ganz im Zeichen der Konsolidierung, die aufgrund der verfehlten Budgetpolitik der Vorgängerregierung und der anhaltenden Rezession mittelfristig notwendig ist. Gleichzeitig erfordern die hohe Arbeitslosigkeit, Zunahme der Einkommensungleichheit, die demografische Entwicklung und die grüne wie digitale Transformation m...
Allein aufgrund der Alterung ist in den kommenden Jahren mit einem Anstieg der öffentlichen Ausgaben insbesondere für Gesundheits- und Pflegeleistungen zu rechnen. Die neuen Budgetregeln der EU schaffen nun einen Anreiz, mit deren gegenfinanziertem Ausbau bereits heute zu beginnen: Wird er auf die lange Bank geschoben, reduziert sich der Budgetspie...
Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in den EU-Verträgen tief verankert. Zwischen den Gleichstellungspolitiken der EU-Mitgliedsstaaten und der europäischen Ebene bestehen Wechselwirkungen. Gerade für konservative Länder wie Österreich erfolgen jedoch regelmäßig fortschrittliche Inputs – etwa die Kinderbetreuungsziele, die Richtlinien zur V...
Die neuen Budgetpläne des Finanzministers sehen ein mittelfristig zu hohes Budgetdefizit vor. Die AK-Budgetanalyse zeigt, dass damit die Budgetkonsolidierung der nächsten Bundesregierung überantwortet wird. Ohne zusätzliche Finanzierung drohen Kürzungen in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung, obwohl hier bereits jetzt der Status quo ver...
Die Feministische Ökonomie findet Antworten auf die blinden Flecken der Wirtschaftswissenschaft. Sie leistet eine Gesellschaftsanalyse und -kritik, in deren Zentrum Themen wie die unbezahlte und unterbewertete Sorgearbeit oder der Zusammenhang zwischen Ausbeutung von Natur und Frauen stehen. In Österreich sind für eine Weiterentwicklung der Femini...
Von der Einkommens- und Vermögensverteilung über Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch bis hin zur Qualität der Arbeitsplätze und sozialer Ausgrenzung: Der AK-Wohlstandsbericht liefert ein breites Bild von Wohlstand und Wohlergehen in Österreich. Die aktuelle Analyse gibt Anlass zur Sorge: Pandemie, Teuerungskrise und schwächelnde Inves...
Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele oder SDGs (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen sind das Kernstück der Agenda 2030 für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung. Im September 2023 ist die Hälfte der Zeit zur Umsetzung des Aktionsplans verstrichen. Die Bilanz ist ernüchternd: Ohne massive Anstrengunge...
Mit den pandemiebedingten Krisen rückten die sogenannten Systemerhalter*innen ins Zentrum öffentlicher Debatten. Und damit die Frage, welche Rolle schlecht bzw. unbezahlte Frauenarbeit in unserem Wirtschaftssystem spielt. Wer zählt als Systemerhalter*in? Und was wird unter dem Begriff einer „kritischen Daseinsvorsorge-Infrastruktur“ verstanden? Wi...
Das neue Bundesbudget steht im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung nach der Covid-19-Krise und der Steuerreform. In den Bereichen Klimaschutz und Forschung gibt es deutliche Fortschritte. Darüber hinaus enthält das Budget nur wenige neue Maßnahmen. Unsere AK-Budgetanalyse zeigt, dass erneut Chancen vergeben wurden: den sozial-ökologischen Umbau ...
Zwar ist die Pandemie noch nicht überwunden, dennoch erleben wir nach dem Aufheben zahlreicher Bekämpfungsmaßnahmen einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung. Aber lässt sich daraus allein ableiten, dass sich auch Wohlstand und Wohlergehen in Österreich positiv entwickeln? Und von welchen Faktoren hängt das ab? Dem geht der mittlerweile vierte AK-Wohl...
Es ist eine Schande, dass in einem reichen Land wie Österreich Kinder in Armut aufwachsen müssen. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, hat die Volkshilfe mit ihrem Modell der Kindergrundsicherung das Thema verstärkt aufs Tapet gebracht, und auf EU-Ebene wurde jüngst eine „Kindergarantie“ erarbeitet. Nun hat auch die Arbeiterkammer ein umfassendes...
Öffentliche Investitionen bringen nicht nur kurzfristig mehr Beschäftigung, sie vergrößern auch das öffentliche Vermögen und erhöhen damit die Lebensqualität der Bevölkerung. Sie bilden demgemäß eine wichtige Grundlage für nachhaltigen Wohlstand und Wohlergehen. Wenngleich die Investitionen auf Bundesebene bereits steigen, ist gerade jetzt eine ne...
Die COVID-19-Krise verdeutlicht, wie unverzichtbar ein gut ausgebauter Sozialstaat für breite Bevölkerungsschichten ist. Bestehende Mängel in der sozialen Absicherung – etwa für Armutsgefährdete, Alleinerziehende, Jugendliche oder Solo-Selbstständige bzw. die geringe Höhe des Arbeitslosengeldes – wurden bislang aber nur unzureichend behoben. Nun g...
Der Budgetentwurf 2021 steht ganz im Zeichen der Corona-Krise. Wie wir in unserer AK-Budgetanalyse argumentieren, kommen viele der gesetzten Maßnahmen zu spät, insbesondere am Arbeitsmarkt. Sie sind zu wenig umfangreich und nicht ausreichend fokussiert, um eine Verschärfung sozialer Ungleichheit zu verhindern. Im Sinne einer wohlstandsorientierten...
Aufgrund der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit droht ein deutlicher Anstieg der Armut. Zudem hat sich die Situation für von Armut betroffene Menschen durch COVID-19 verschärft, etwa durch den Wegfall geringfügiger Zusatzeinkommen, eine Zunahme psychischer Probleme und Nachteile beim Home-Schooling. Armutspolitik muss daher sowohl bei der Bekämpfung...
Das Bruttoinlandsprodukt ist noch immer die dominierende Kennzahl zur Messung von Wohlstand. Es bildet jedoch viele Aspekte einer hohen Lebensqualität, wie Gesundheit, soziale Sicherheit und eine intakte Umwelt, nicht ab. Im Sinne einer differenzierten Messung von Wohlstand und Wohlergehen gibt es u.a. den jährlichen AK Wohlstandsbericht. In diese...
Der Entwurf für das Budget 2020 der Bundesregierung wird von der CoViD-19-Krise überschattet. Die Gesundheits- und Wirtschaftskrise bewirkt unvermeidlich einen Rückgang des Wohlstandes und eine Verschlechterung des öffentlichen Budgetsaldos. Zentrales Ziel der Budgetpolitik muss nun eine gerechte Verteilung der Krisenlasten sein. Unsere Budgetanaly...
Alle BürgerInnen sollen den gleichen Zugang zu Pflege und Betreuungsangeboten haben. Das ist ein wesentliches Ziel inklusiver Sozialpolitik. Interne Analysen des Fonds Soziales Wien (FSW) haben aber gezeigt, dass WienerInnen mit ausländischer Herkunft diese unterdurchschnittlich oft in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden im Rahmen ei...
Steuern haben für Frauen und Männer sowohl unterschiedliche Verteilungs- als auch Anreizwirkungen – letzteres insbesondere mit Blick auf die Erwerbsbeteiligung, sie fördern bestimmte Lebensformen und Familienmodelle.