Wie Führungskräfte allgemein auf die betriebliche Mitbestimmung blicken, zeigt ein kürzlich am A&W-Blog erschienener Beitrag. Aber sind Führungskräfte mögliche Bündnispartner:innen, wenn es um Betriebsratsgründungen geht? Hier gibt es einen großen Unterschied zwischen mittlerem Management und Unternehmenseigentümer:innen. Unter den Eigentümer:i...
Wie ihre Führungskräfte zu betrieblicher Mitbestimmung stehen, ist für Kolleg:innen im Betriebsrat oft sehr relevant. Es entscheidet unter anderem darüber, welche Strategien für sie sinnvoll sind und wie herausfordernd sich ihr Arbeitsalltag gestaltet. Empirische Befunde dazu, wie Führungskräfte in Österreich betriebliche Mitbestimmung sehen, liefe...
Dass die betriebliche Mitbestimmung eine Reihe an Vorteilen für Beschäftigte sowie Unternehmen mit sich bringt, belegt mittlerweile eine ganze Reihe von (europäischen bzw. internationalen) Studien. Dass Mitbestimmung im Aufsichtsrat über die engen Grenzen des Aufsichtsrates hinaus positiv wirkt, zeigt eine aktuelle Sonderauswertung.
Wenn digitale Innovationen oder „künstliche Intelligenz“ im Betrieb eingeführt werden sollen, gibt es – da in diesem Zusammenhang zumeist auch personenbezogene Beschäftigtendaten verarbeitet werden – starke Mitbestimmungs- und auch Vetorechte für Beschäftigte und Betriebsräte. Beim Einsatz künstlicher Intelligenz sind aber die konkreten Auswirkung...
Wenn automatisationsunterstützte Anwendungen im Betrieb eingesetzt werden, gibt es – wenn damit auch personenbezogene Beschäftigtendaten verarbeitet werden – grundsätzlich starke Mitsprache- und auch Vetorechte für die betriebliche Interessenvertretung der Beschäftigten. Bei Anwendungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz sind die Auswirku...
Viele Plattformunternehmen der „Sharing Economy“ sind stark kapitalgetrieben, eher intransparent und weisen mit wenigen Ausnahmen auffallend wenige Beschäftigte auf. Das zeigte bereits eine Untersuchung der Arbeiterkammer im Jahr 2017. Auch drei Jahre später war die „Branche“ äußerst dynamisch, da viele Mobility-AnbieterInnen hinzugekommen sind, d...
Zu Sommerbeginn veröffentlichte die Europäische Kommission ihren „Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft“ („DESI-Index“), mit dem sie die „Digitalisierungsfortschritte“ der EU-Mitgliedstaaten vergleicht. Österreich landete dabei „nur im Mittelfeld“, ein Ergebnis, das Standortdebatten befeuert. Die wesentlichen Fragen sind aber: Wer gena...
Die Europäische Kommission hat einen Verordnungsvorschlag vorgelegt, um mehr „Fairness und Transparenz“ auf Onlineplattformen zu schaffen. Wiewohl die Grundintention dieses Vorhabens und die Erkenntnis der Kommission, dass Regulierung von Onlineplattformen bitter nötig sei, sehr begrüßenswert sind, besteht für wirklich „faire und transparente“ Plat...
Plattformunternehmen wie Uber, Ebay, Willhaben oder Airbnb vermitteln über ihre Plattform private AnbieterInnen direkt mit AbnehmerInnen. Der AK-Branchenreport „Sharing Economy“ untersuchte 70 Plattformunternehmen. Das Ergebnis: Nur 17 Onlineplattformen haben eine in Österreich registrierte Gesellschaft und noch weniger weisen ihre wirtschaftlichen...
Uber und Foodora sind zwei der bekanntesten Proponenten von Unternehmen, die Dienstleistungen online auf Abruf anbieten – daneben existieren viele, die weniger bekannt sind, wie Hadi.APP oder Betreut.at. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie bringen Menschen, die Arbeit leisten (FahrerInnen, ZustellerInnen, HandwerkerInnen oder Reinigungskräfte) über...
Die fortschreitende Digitalisierung – also die ständige, immer kostengünstigere und immer dichtere Kommunikation von Daten – hat unsere Arbeit und die Art, wie wir konsumieren, bereits stark verändert. Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ bereiten sich Regierungen und Unternehmen auf zukünftige Geschäftsmodelle vor. In diesem Kontext muss auch die ...
Um das Phänomen des Aufstiegs dieser Unternehmen fassbar zu machen und über notwendige Regulierungsmaßnahmen zu diskutieren, wäre eine Reihe von Fragen zu beantworten. Etwa: welchen Gewinn macht AirBnB in Österreich? Wieviel Umsatz macht Uber? Welchen durchschnittlichen vollzeitäquivalenten Jahreslohn erhält ein/e Foodora-FahrerIn? Die Antwort laut...
Eine Einordnung unterschiedlicher Plattformen der Sharing Economy nach ökonomischen Kriterien zeigt, dass a) grundsätzlich sehr unterschiedliche Modelle zwischen profitorientiert und kollaborativ möglich sind aber b) Dienstleistungsplattformen größtenteils kommerziell organisiert sind. Daher sollte diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit gewidmet w...
Online-Plattformen schießen in allen möglichen Feldern aus dem Boden. Reinigung bei Helpling, Paketlieferungen bei CheckRobin, Online-Dienstleistungen bei Clickworker – dies sind nur einige Beispiele für Tätigkeiten, die online vermittelt werden. Hier werden anhand einiger Plattformen strukturelle Gemeinsamkeiten identifiziert: Welche Eigentümerstr...
Zwei Grafiken zeigen die wachsende Macht von Internetkonzernen, deren Geschäftsmodelle auf der Sammlung, Analyse und Kombination von Daten basieren. Oft wird in Diskussionen das Gefühl vermittelt, dass man den rasanten Entwicklungen im Bereich von Big Data eigentlich nichts entgegen setzen könnte und der Kampf um den Schutz von Privatsphäre und Per...
Zu Jahresbeginn stimmte das Plenum des Europäischen Parlaments über neue Regeln für Ratingagenturen ab. Das Abstimmungsergebnis ist dabei eine Kompromisslösung, die im Trilog mit der Europäischen Kommission und dem Rat Ende November ausgehandelt wurde. Aller Tage Abend kann es mit diesem Beschluss schon alleine aus prozeduralen Gründen nicht sein. ...
Michael Heiling ist Betriebswirt und Politikwissenschafter in der Abteilung Betriebswirtschaft in der AK Wien mit den Schwerpunkten Branchenanalysen, Betriebsräteberatung und -ausbildung (insbesondere ArbeitnehmervertreterInnen im Aufsichtsrat in den Branchen Metallindustrie, Bildung/Forschung und Gewerbe) sowie Digitalisierung und Mitbestimmung.